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Prüfmittelüberwachung, Messsicherheit und Wartung

    
Prüfmittelüberwachung von Messgeräten
Gängige Qualitätssicherungssysteme (QS-Systeme), z.B. nach DIN ISO 9000, verlangen, die als Prüfmittel eingesetzten Messgeräte auf anerkannte Weise an die nationalen Normale anzuschließen. In der Wägetechnik kann z.B. eine durchgängige Prüfkette bis zum Urkilogramm geschlossen werden. Das erste Glied "vor Ort" ist die qualifizierte Wartung mit DKD-Kalibrierschein bzw. im eichpflichtigen Verkehr die Eichung der Waage durch die zuständige Behörde.

             

Komplexe Prüfungen    

    
Bei komplexeren Prüfungen wie der Bestimmung des Feuchte- / Aschegehalts oder des Schmelzindex behilft man sich mit Konventionen, die z.B. substanzspezifisch als DIN-Verfahren festgelegt sind. Jeder Betrieb muss zunächst bestimmen, welche Vorschriften, Anforderungen (seiner Abnehmer), interne Qualitäts- oder Produktionsnormen einzuhalten sind und wie demnach die Messaufgabe zu definieren ist.

Oftmals steht der Anwender vor dem Problem, dass vorteilhafte schnelle und innovative Verfahren und Messgeräte nicht unmittelbar in den einzuhaltenden Normen definiert sind. Dagegen taugt das normgerechte "klassische" Verfahren, z.B. zur Feuchtebestimmung mit dem Trocken- schrank, nicht zur Betriebskontrolle, da die Messungen zu lange dauern, nicht vor Ort durchgeführt werden können und zu viel Arbeitskraft binden. In diesen Fällen muss das Schnellverfahren validiert werden, d. h. es muss die Übereinstimmung der Messergebnisse zwischen Norm- und Schnellverfahren durch entsprechende Vergleichsuntersuchungen festgestellt und dokumentiert werden.

Dieser Bezug muss dauerhaft sichergestellt werden. Eine Kontrolle und ggf. Nachkalibrierung oder -justage ist so oft durchzuführen ist, dass die in der Zwischenzeit zu erwartenden Abweichungen innerhalb der zugelassenen Toleranz bleiben. Je nach Verfahren und Sicherheitsansprüchen kann so eine tägliche oder sogar laufende Überprüfung der mit dem Schnellverfahren ermittelten Werte durch Parallelmessungen mit dem Standard notwendig sein. Hier haben die direkten Messverfahren deutliche Vorteile, da sie, einmal eingestellt, nur geringe Drifterscheinungen oder Abweichungen zeigen, wenn sich die Substanz verändert oder Sorten gewechselt werden.

Wesentlicher Punkt der Qualitätssicherung ist die Dokumentation der Kalibrierungen und Messungen, explizit GLP/GMP stellen besonders hohe Anforderungen. Alle Messdaten, Uhrzeit, Proben- und Benutzer- Identifikationen müssen mitgeschrieben und archiviert werden.
Zu diesem Zweck bieten wir die meisten Messgeräten mit (optionalem) Drucker (» Zubehör) und/oder PC-Anschluss an. Teilweise sind Messwertdrucker auch bereits im Gerät integriert und somit stets verfügbar.

Selbstverständlich müssen alle Messgeräte sauber und in technisch einwandfreiem, bestimmungsgemäßem Zustand erhalten werden. Hierzu kann der Anwender mit dem verfügbaren Prüfzubehör, z.B. Gewichten, Thermometern oder speziellen Prüfsubstanzen die Geräte in einem entsprechend der Aufgabenstellung und Umgebungseinflüsse zu wählenden Turnus selbst testen. Je höher die Genauigkeitsanfoderungen und je widriger die Einsatzbedingungen sind, desto häufiger sind diese Prüfungen durchzuführen. Das kann im Extremfall vor- und nach jeder Messung sein, in der betrieblichen Praxis reicht oftmals auch die jährliche Kontrolle.

Ebenfalls im Jahres-Turnus ist die Wartung durch einen autorisierten und akkreditierten externen Servicedienst üblich und in vielen QS-Systemen, z.B. nach den Richtlinien des VdA, vorgeschrieben. Der Hersteller-Kundendienst führt diese Aufgabe qualifiziert und zu günstigen Pauschal-Preisen durch und erstellt die benötigten Zertifikate.

   

    
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